Ausreichend Flüssigkeit bei Hitze ist wichtig
Empfehlungen für heiße Tage von der Diätologie Kettenbrücke
Bereits am Morgen legt sich die Hitze drückend über die Stadt und schon am Vormittag sind viele Menschen in Schweiß gebadet. Mit mehr und intensiveren Hitzewellen steigt auch das Risiko einer Dehydrierung besonders für ältere Menschen und Kinder an, weiß Kettenbrücke Diätologin Daniela Förg. Sie hat praktische Tipps für heiße Tage, damit die Hitze den Körper nicht zu sehr stresst.
Schwitzen für Temperaturausgleich
„Die hohe Lufttemperatur muss der Körper ausgleichen, deshalb beginnen wir zu schwitzen und verlieren Flüssigkeit“, erklärt Daniela Förg. Daher soll man bei Hitze mehr trinken als üblich. Statt den normalerweise mindestens 1,5 Litern Flüssigkeit pro Tag kann sich die benötigte Trinkmenge bei großer Hitze auf 2,5 bis 3 Litern täglich erhöhen. Tatsächlich ist der Flüssigkeitshaushalt aber eine individuelle Sache und variiert von Mensch zu Mensch.
Flüssigkeit trinken und „essen“
„Glücklicherweise nehmen wir nicht nur beim Trinken, sondern auch beim Essen bestimmter Nahrungsmittel Flüssigkeit auf. So empfehlen wir an heißen Tagen vermehrt frisches Obst, Gemüse, Joghurt und Suppen zu essen“, rät die Diätologin. Über entsprechend „saftige“ Lebensmittel können bis zu 1 Liter Flüssigkeit pro Tag aufgenommen werden. Das ist besonders für ältere Menschen wichtig, die generell ein vermindertes Durstgefühl haben.
Was trinken?
Die erste Wahl beim Trinken ist natürlich Wasser, was auf Dauer aber eintönig werden kann, weshalb Daniela Förg ein paar Tipps zum Verfeinern hat: „Man kann sich ganz einfach selbst ein sogenanntes Infused Water zubereiten. Dabei gibt man Früchte, Kräuter oder Gemüse in einen Krug Wasser, lässt dieses über Nacht im Kühlschrank ziehen und genießt dann ein erfrischendes und gesundes Getränk.“ Bewährte Kombinationen für ein Infused Water sind beispielsweise Erdbeeren mit Basilikum, Minze mit Salatgurke oder Zuckermelone oder das erfrischende Duo von Orangenstücken und Rosmarin.
Leicht essen
An heißen Tagen haben wir meist auch weniger Appetit, vor allem weniger Lust auf fettige Speisen. „Fettes Essen würde nämlich die Erhitzung im Körper zusätzlich steigern“, erklärt Daniela Förg. Fettarme Optionen für leichte (Zwischen-)Mahlzeiten, die auch wiederum viel Flüssigkeit bieten sind Buttermilch oder Ayran mit pürierten Früchten. Auch der klassische Wassermelonen-Feta-Salat mit Minze oder Gurkensalat bzw. kalte Gurkensuppe bieten sich als Alternative zu Gebackenem oder Gebratenem an. „Wichtig ist dabei, dass man auch bei wenig Appetit regelmäßig isst und keine Mahlzeiten auslässt, denn der Körper braucht die Energie“, betont die Diätologin. Sonst kommt es nämlich zum Abbau von wertvoller Muskelmasse sowie vermehrten Stress für den Körper.
Kaffee und Alkohol
Zwischendurch einen Kaffee zu trinken ist auch an heißen Tagen möglich, um den Kreislauf in Schwung zu halten. Der harntreibende Effekt von Koffein kann dabei bei regelmäßigem Konsum vernachlässigt werden. Von Alkohol rät Daniela Förg jedoch ab, da er zusätzlich zur Dehydrierung beitragen kann.
Isotonische Getränke und Trinkempfehlungen
Getränke mit hohem Zuckergehalt wie Limonaden oder auch alkoholfreies Bier sollte man sparsam konsumieren. Elektrolytgetränke sind an heißen Tagen durchaus sinnvoll, denn beim Schwitzen gehen Elektrolyte verloren. Wer etwas Salz in sein Getränk gibt, wirkt dem schon entgegen. Daniela Förg hat jedoch auch ein simples Rezept für ein Elektrolytgetränk parat: 60 ml Holundersirup werden mit 940 ml Wasser aufgegossen und dieser Mischung fügt man 1,5 g Salz bei. Abschließend hat sie noch eine Trinkempfehlung: „Das Trinken sollte gut über den Tag verteilt werden. Dabei helfen kleine Rituale wie beispielsweise ein Glas zur vollen Stunde trinken oder einen Krug sichtbar bereitstellen. Es gibt auch Trink-Apps fürs Handy, wenn einem das mehr liegt.“ Und so kommt man Schluck für Schluck und Tag für Tag gut mit Flüssigkeit versorgt durch die nächste Hitzewelle.
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